BEMERKENSWERT

Lebenssinn kommt in unserer Sprache nicht mehr oft vor. Die Häufigkeit, mit der das Wort in deutschen Zeitungen genannt wurde, nahm von 1984 kontinuierlich ab, seit 2013 nimmt sie wieder leicht zu.

Die Kurve sieht beim Wort Geld umgekehrt aus: Seit 1975 kam es immer häufiger vor, seit 2012 nimmt die Häufigkeit wieder leicht ab. Geld wird heute in deutschen Zeitungen über 700 Mal häufiger verwendet als Lebenssinn.

Lebenssinn im Gegensatz zu Geld ein Kompositum, das Wort besteht aus zwei Begriffen. Doppelwörter werden in der Regel seltener verwendet als die Elemente, aus denen sie bestehen. Geld kommt aber immer noch dreimal so oft vor wie Sinn. Und auch Sinn kam seit 1987 immer seltener vor.

Die Häufigkeit des Worts Angst nahm seit 1945 kontinuierlich zu und befindet sich seither auf einem Höhepunkt.

Die Häufigkeit des Worts Freude nahm seit 1975 kontinuierlich ab und befindet sich heute auf einem Tiefpunkt.

Quelle: DWDS Zeitungskorpus ab 1945