GIB DEM TOD EIN MIKROFON Trauerbegleitung in Basel und online

fundiert und frech

Le roi, c’est moi

«Fundiert» und «frech» – für mich sind das zwei Qualitäten, die sich wunderbar ergänzen, wenn im Leben etwas Neues entstehen will.

Besonders dann, wenn wir mit Abschied, Verlust oder einer Krankheitsdiagnose konfrontiert sind.

Vertrautes bricht auf einmal weg:

Aufgaben, die früher aufgeteilt waren, liegen plötzlich ganz bei uns.

Gewohnte Lebensbahnen enden, und wir stehen vor Herausforderungen, für deren Bewältigung wir noch keine Routine haben.

Woher die Kraft nehmen für das, was kommt?

Und wozu überhaupt?

Eine nachdenkliche Holzfigur, deren goldene Krone neben ihr auf dem Boden liegt – Lebenskraft und Orientierung wiederfinden nach einem Verlust.

In meiner Arbeit und auch im eigenen Leben sehe ich:

Was in so einem Moment das Blatt wenden kann, ist ein Vorhaben, das unser Herz höher schlagen lässt.

Hier kommt für mich das «Freche» ins Spiel.

Frech – Mut zum unverschämten Entwurf

Das Wort «frech» wurzelt historisch in Begriffen wie unverschämt, übermütig oder begehrend.

Ich finde, diese grossartigen Eigenschaften können wir nutzen.

Was passiert, wenn ich die Vernunft mal hinter den Mond verbanne?

Und stattdessen mental über die Stränge schlage?

  • Wenn alles möglich wäre: Wie sieht mein Traumleben nach dieser Krise aus?
  • Was fällt mir ein, wenn ich jedes «Aber» konsequent vertage?

Wenn mir nach der Geburt
meines dritten Kindes
jemand gesagt hätte,
«du kannst trotzdem noch
ein Studium machen»,
hätte ich gesagt:
«Das geht nicht.»

Irgendwann fing ich an,
mit dem Gedanken rumzuspielen.
Etwas später war ich an der Uni.

Wissen Sie,

was mir am meisten geholfen hat?

Nein, es war nicht die Disziplin.

Es war der Leidensdruck.

Er hat die Tür aufgemacht,
um für mich

etwas in Betracht zu ziehen,
das ich bisher

für nicht möglich gehalten hatte.

Ich glaube nicht,
dass wir den Schmerz brauchen,
um etwas zum Guten zu wenden.
Aber wenn er da ist,
können wir ihn nutzen.

Ich bin sicher, nicht nur ich – auch Sie kennen diese Art von Erfahrung aus dem eigenen Leben. Meine Klientinnen und Klienten finden immer Beispiele dafür, selbst wenn sie anfangs glauben, es gäbe keine.

Egal, was im Alltag gerade ungut ist: Wir können in unseren Köpfen Platz für Gutes schaffen, indem wir das Gute konkret machen.

Wir können einfach anfangen, vermeintlich Verrücktes zu denken.

Es ver-rückt den Horizont dessen, was wir für möglich halten.

Es hebt das Level unserer Energie. Wir sehen plötzlich machbare Schritte. Wir fangen an zu handeln.

Ich sage es nicht als Behauptung, sondern als Einladung: Probieren Sie es aus.

Nur: Die «Abers» in unseren Köpfen haben auch eine enorme Kraft.

Das darf ich doch nicht. Das schaffe ich nie.

Genau deshalb braucht es auch ein «Fundiert».

Fundiert – den Dingen auf den Grund gehen

Veränderungen gelingen selten, wenn wir innere Widerstände ignorieren. In der Regel wissen wir über sie gar nicht richtig Bescheid. Die Neurowissenschaft geht davon aus, dass unser Denken zu über 95 % unbewusst abläuft und uns steuert, ohne dass wir es merken.

Wenn wir feststecken, bringt uns rationales Grübeln deshalb selten weiter.

Eine Holzfigur mit einem Steckenpferd in der Hand – Den Stillstand verstehen und emotionale Autonomie zurückgewinnen.

Zielführend finde ich, dem Belastenden und den Abers Worte zu geben:

  • In welchen Situation kommen sie mir in die Quere?
  • Was für Gefühle kommen dann hoch?
  • Was für Gedanken?

Kennen Sie das Märchen «Rumpelstilzchen»? Die Königin wird so lange von diesem Kobold unter Druck gesetzt, bis sie seinen Namen sagen kann: «Du heisst Rumpelstilzchen.» Und dann zerreisst sich der Kobold auf der Stelle in zwei Teile – und weg ist er.

Wenn wir erkennen, welche Überzeugungen uns festhalten, verlieren sie ihre Macht. Es entsteht Raum für neue Sichtweisen, die uns wiederum in neuer Weise handlungsfähig machen.

Die eigenen Rumpelstilzchen beim Namen nennen und frisch und frech über die Stränge denken – damit gewinnen wir etwas Entscheidendes zurück: die Regie über das eigene Leben. Le roi, c’est moi.

In diesem Sinn begleite ich Sie gerne und halte für Sie den Fokus auf das, was Ihnen wichtig ist.

Sie können einfach Kontakt mit mir aufnehmen: